Über Harninkontinenz

Urinverlust oder Inkontinenz betrifft viele Männer, insbesondere im fortgeschrittenen Alter. Es kann verschiedene Ursachen haben und unterschiedlich ausgeprägt sein. Im Folgenden werden die zwei häufigsten Formen des unwillkürlichen Urinverlusts bei Männern besprochen, einschließlich der Ursachen, Untersuchungsmethoden und Therapiemöglichkeiten.

Dranginkontinenz

Eine häufige Form der Inkontinenz bei Männern ist die Dranginkontinenz. Sie zeigt sich durch plötzlich auftretenden, starken Harndrang, der nicht mehr kontrolliert werden kann. Infolgedessen kommt es zum unwillkürlichen Verlust kleiner Urinmengen, da die Betroffenen es nicht rechtzeitig zur Toilette schaffen. Diese Form der Inkontinenz ist oft auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata zurückzuführen. Durch diese Vergrößerung wird der Harnabfluss aus der Blase behindert, was zu einer Verdickung der Blasenmuskulatur und zu plötzlichem Harndrang führt.

Belastungsharninkontinenz

Die Belastungsharninkontinenz äußert sich durch unwillkürlichen Urinverlust bei körperlicher Belastung, wie etwa beim Husten, Niesen oder Heben schwerer Gegenstände.

Untersuchungen zur Abklärung der Inkontinenz

Nach einer ausführlichen Befragung des Patienten über die Art der Beschwerden, bestehende Vorerkrankungen und frühere Operationen erfolgt die körperliche Untersuchung. Bei Verdacht auf eine Drang- oder Belastungsharninkontinenz gehören folgende diagnostische Maßnahmen zum Standard:

Urinuntersuchung: Hierbei wird der Urin auf Anzeichen von Infektionen oder anderen Erkrankungen untersucht.

Ultraschalluntersuchung: Die Nieren, die Blase und die Prostata werden mittels Ultraschall untersucht, um mögliche Ursachen der Inkontinenz zu identifizieren.

Blutuntersuchungen: Blutuntersuchungen können Aufschluss über die Nierenfunktion und den Zustand der Prostata geben.

Blasenspiegelung: In einigen Fällen kann es notwendig sein, eine Blasenspiegelung in lokaler Betäubung durchzuführen. Diese Untersuchung ermöglicht eine direkte Betrachtung der Blase und der Harnröhre, um die Situation genauer zu beurteilen.

Behandlungsmöglichkeiten der Dranginkontinenz

Nach der Diagnose besprechen wir mit Ihnen mögliche Behandlungsoptionen. In vielen Fällen kann eine medikamentöse Therapie helfen, die Beschwerden zu lindern. Diese kann entweder darauf abzielen, den Blasenausgang zu öffnen oder die Spannung der Blasenwand zu reduzieren. Sollte die medikamentöse Behandlung nicht ausreichend wirksam sein, könnte eine operative Verkleinerung der Prostata in Betracht gezogen werden, um den Harnabfluss zu verbessern und die Symptome zu lindern.

Behandlungsmöglichkeiten der Belastungsharninkontinenz

Bei der Belastungsharninkontinenz sind operative Eingriffe oft besonders hilfreich. Diese richten sich nach den individuellen anatomischen Gegebenheiten und der zugrunde liegenden Störung. Die genauen Therapiemöglichkeiten werden nach einer eingehenden Diagnostik mit Ihnen besprochen, um eine individuell angepasste Lösung zu finden, die Ihre Lebensqualität verbessert.

Fazit

Urininkontinenz beim Mann kann viele Ursachen haben, ist jedoch in den meisten Fällen gut behandelbar. Eine umfassende Diagnostik, bestehend aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und modernen bildgebenden Verfahren, ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Therapie. Ob medikamentöse Behandlung, operative Maßnahmen oder eine Kombination aus beiden – gemeinsam entwickeln wir einen individuellen Behandlungsplan, um Ihre Beschwerden effektiv zu lindern und Ihre Lebensqualität zu verbessern.

Termin online buchen

Mittels der Online-Termin­ver­ein­ba­rung können Sie un­kom­pli­ziert und sicher Ihren Wunsch-Termin in unserer Praxis vereinbaren.