Über Vorsorge

Die Früherkennungsuntersuchung für Männer spielt eine entscheidende Rolle in der Erkennung von Erkrankungen, insbesondere von Tumoren, noch bevor sie Beschwerden oder Symptome verursachen. Diese präventiven Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, mögliche Gesundheitsrisiken frühzeitig zu identifizieren und rechtzeitig zu behandeln, um langfristige Komplikationen zu vermeiden.

Bedeutung der Früherkennung von Tumoren

Etwa 30 % aller Tumorerkrankungen bei Männern betreffen den Harntrakt, einschließlich der Nieren, Harnleiter, Blase, Prostata, Hoden und des Penis. Diese Erkrankungen können in vielen Fällen gut behandelt werden, vorausgesetzt, sie werden in einem frühen Stadium diagnostiziert. Die regelmäßige Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen kann daher entscheidend für den Erhalt der Gesundheit und Lebensqualität sein.

Umfang der Untersuchung

Die Früherkennungsuntersuchung umfasst mehrere wichtige Schritte, um ein umfassendes Bild der Gesundheit des Patienten zu erhalten:

Anamnese (Befragung): Zunächst wird eine ausführliche Befragung zu möglichen Vorerkrankungen, familiären Risiken und aktuellen Beschwerden durchgeführt. Dies hilft, Risikofaktoren einzuschätzen und individuelle Schwerpunkte der Untersuchung festzulegen.

Körperliche Untersuchung: Es folgt eine gründliche körperliche Untersuchung, bei der der Urologe Auffälligkeiten an den äußeren Geschlechtsorganen oder anderen körperlichen Bereichen feststellt, die Hinweise auf Erkrankungen geben könnten.

Ultraschalluntersuchung: Mithilfe der Ultraschalltechnik werden die Nieren, die Blase und die Prostata untersucht. Auch die Hoden werden auf Auffälligkeiten gescreent. Darüber hinaus wird die Bauchaorta (Aorta abdominalis) mit Ultraschall überprüft, um eine Erweiterung dieser wichtigen Arterie frühzeitig zu erkennen.

Urinuntersuchung: Der Urin wird auf das Vorhandensein von roten Blutkörperchen, Zucker, Bakterien und Eiweiß untersucht, um Hinweise auf Infektionen, Stoffwechselerkrankungen oder Tumore zu erhalten.

Blutuntersuchung und Tumormarker

Ein wichtiger Bestandteil der Früherkennung ist die Untersuchung des Blutes auf Tumormarker. Einer der zentralen Werte ist das Prostataspezifische Antigen (PSA), das Aufschluss über das Risiko von Prostatakrebs geben kann. Eine Erhöhung dieses Wertes kann auf eine Erkrankung der Prostata hinweisen, bedarf jedoch oft weiterer diagnostischer Abklärung.

Erweiterte Untersuchungen

Die Früherkennungsuntersuchung kann je nach Bedarf erweitert werden. So können beispielsweise Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen erkannt werden, indem zusätzliche Laborparameter überprüft werden.

Altersempfehlung

Die gesetzlichen Krankenkassen empfehlen Männern ab dem 45. Lebensjahr eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung. Diese kann jedoch auf Wunsch auch früher erfolgen, insbesondere bei familiärer Vorbelastung oder erhöhten Risikofaktoren.

Fazit

Die Früherkennungsuntersuchung beim Mann ist eine wertvolle präventive Maßnahme, um ernsthafte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und erfolgreich zu behandeln. Eine frühzeitige Diagnose verbessert die Heilungschancen deutlich und hilft, die Gesundheit langfristig zu bewahren.

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